Gaspreise

Die Gaspreise steigen und auch für die nächsten Monate scheint keine verbraucherfreundliche Gaspreisentwicklung in Aussicht zu stehen. Wir von gasversorger-preisvergleich.de wollen Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Energiemarkt auf dem Laufenden halten, damit Sie für die kommenden Gaspreiserhöhungen etwas besser gerüstet sind und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

Schon im Juli kam es zu Gaspreiserhöhungen zahlreicher Erdgas Unternehmen. Doch auch im August und September haben weitere hundert Gasunternehmen angekündigt, ihre Preise für Gas anzuheben. Nach Angaben des Verbraucherportals Verivox erhöhen rund 90 Gasanbieter ihre Erdgas Preise um durchschnittlich 12,7 Prozent.
Enorme Gaspreiserhöhungen von fast 25 Prozent trafen Kunden der Stadtwerke Lübeck.

Der Durchschnitts-Haushalt muss nun mit Mehrkosten von über 300 Euro zurecht kommen, sofern er nicht vom Wechsel des Gasanbieters profitieren kann. Auch längerfristig werden die Erdgas Preise wohl weiter ansteigen, denn der Gaspreis orientiert sich am Ölpreis und dieser befindet sich derzeit auf Rekordniveau.

Die Ölpreis-Orientierung geht auf eine brancheninterne Vereinbarung aus den 60er Jahren zurück, als die Förderung des Rohstoffs Gas durch Investitionen vorangetrieben werden sollte. Daneben wurde die Ölpreisbindung errichtet, um zu verhindern, dass Gas als starke Konkurrenz mit günstigeren Energiepreisen dem Öl entgegen tritt. Obwohl die Preisbindung heute nicht mehr zeitgemäß ist, hält die Gaswirtschaft weiter an ihr fest.
Zum Teil sind die Argumentationen für das Festhalten an der Koppelung von Öl- und Gaspreisen sowie die Begründungen für die Tariferhöhungen sehr fadenscheinig.

Aktuell hat das Bundeskartellamt sogar ein Verfahren gegen 35 Gasunternehmen eingeleitet. Die Gasversorger müssen sich den Vorwurf der missbräuchlich überhöhten Gaspreise gefallen lassen; darunter auch die Großversorger E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall. Die höheren Gasbeschaffungskosten machten nur einen geringen Teil der Gaspreiserhöhungen aus. Daher untersucht das Bundeskartellamt nun die Gas-Brutto Preise abzüglich Steuern, Abgaben und Netzentgelte. Diese machen ungefähr 45 Prozent des Gaspreises aus.

Sollten die Gaspreis Erhöhungen jeglicher Grundlage entbehren, kann das Kartellamt in einem vereinfachten Verfahren Preissenkungen durchsetzen.